Universität Bayreuth, Pressemitteilung Nr. 006/2026, 22.01.2026
Bayreuther Modell: Universität Bayreuth baut ihr Innovationsökosystem für Unternehmen aus
Die Universität Bayreuth zieht mit ihrem Institut für Entrepreneurship und Innovation nach intensiver Zusammenarbeit der letzten Jahre mit Partnern aus Wirtschaft und Gesellschaft eine klare Bilanz: In der Region ist ein funktionierendes Innovationsökosystem entstanden, das konkrete Innovationsprojekte möglich macht. Mit dem entwickelten „Bayreuther Modell“ stellt die Universität nun einen Ansatz vor, der sich noch stärker an den Bedarfen der Unternehmen orientiert und Kooperationen konsequent in messbare Ergebnisse überführt.

Im Fokus des Whitepapers, das das Institut für Entrepreneurship und Innovation der Universität Bayreuth nun veröffentlicht hat, steht die Frage: Wie müssen aus Sicht einer Universität Innovationsökosysteme gestaltet sein, damit sie für Unternehmen eine hohe Dynamik mit klar erkennbaren Mehrwerten erzeugen? Auf dieser Basis wurden in den letzten Jahren Angebote und Governance-Strukturen der Universität Bayreuth so weiterentwickelt, dass sie gezielt in das regionale Innovationsökosystem einzahlen und dessen Nutzen für Unternehmen erhöhen – von passgenauen Transfer- und Netzwerkformaten über gemeinsame Innovationsprojekte bis hin zu Unterstützung bei Skalierung und Markteinführung.
Das Bayreuther Modell in vier Phasen
Das Bayreuther Modell systematisiert die Zusammenarbeit der Akteure in vier Phasen – von der Identifizierung und Mobilisierung bis zur Vernetzung und Umsetzung von Innovationsprojekten. Insbesondere für Unternehmen ergibt sich ein strukturierter Prozess: Im Rahmen des Bayreuther Modells werden zunächst die unternehmensspezifischen Herausforderungen und Innovationsbedarfe systematisch erhoben und priorisiert, um eine klare Grundlage für die Zusammenarbeit zu schaffen. Anschließend werden diese Bedarfe mit dem Leistungsportfolio der Universität Bayreuth verknüpft, etwa mit Forschungskompetenzen, (Real-)Laboren, Technologie-Expertise, Innovationskompetenzen oder der Gründungsunterstützung, sodass passgenaue Angebote für die Unternehmen entstehen. Darauf aufbauend werden gemeinsam mit den Unternehmenspartnern konkrete Innovationsprojekte initiiert, eng begleitet und hinsichtlich Umsetzungserfolg und Wirkung überprüft. Erfolgreiche Projekte vertiefen die Zusammenarbeit, stärken die Bindung zwischen Unternehmen und Universität und bilden die Basis für weitere Kooperationen und skalierte Aktivitäten.
Fokus: Konkrete Innovationsprojekte statt unverbindlichem Austausch
Unternehmen suchen seit jeher den Kontakt und Austausch mit der Universität Bayreuth. Jedoch steht mittlerweile nicht mehr der reine Austausch im Mittelpunkt, sondern die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung konkreter Innovationsprojekte. Diese orientieren sich an klar definierten Zielen und Kennzahlen und reichen von neuen Produkten und Dienstleistungen bis zu innovativen Geschäftsmodellen. So entsteht ein direkter Mehrwert für Unternehmen – und eine langfristige strategische Bindung an die Universität Bayreuth als Innovationspartner.
„Hier wird Zukunft neugedacht“, sagt David Eder, Transfer- und Innovationsmanager am Institut für Entrepreneurship und Innovation. „Wir wollen Unternehmen in Oberfranken Mut machen, Kooperationen mit der Universität Bayreuth als echten Innovationstreiber zu nutzen – mit klaren Projekten, Ergebnissen und Mehrwerten auf beiden Seiten.“
Starke regionale Partner und hohe Wertschöpfung für Oberfranken
„Die Förderung durch die Bund-Länder-Initiative ,Innovative Hochschule‘ und die Unterstützung durch die Oberfrankenstiftung und Adalbert-Raps-Stiftung ermöglichen den Ausbau des Innovationsökosystems. Dank klarer Strukturen und Umsetzungsfokus können bestehende und zukünftige Mittel effizient eingesetzt und mit hoher Wertschöpfung für Oberfranken genutzt werden“, sagt Dr. Petra Beermann, Direktorin für Transfer und Innovation des Instituts für Entrepreneurship und Innovation.
Wie Unternehmen das Bayreuther Modell erleben, beschreibt Dr. Ingo Schmidt, Direktor Controlling bei der TenneT TSO GmbH und Mitglied des Kuratoriums der Universität Bayreuth: „Für uns sind die Mehrwerte des Innovationsökosystems der Universität Bayreuth klar erkennbar. Wir verstehen die Zusammenarbeit als strategische Partnerschaft – mit konkreten Innovationsprojekten, die uns bei der Bewältigung unserer unternehmerischen Herausforderungen unterstützen und uns durch zusätzliche Impulse voranbringen.“
Mit dem Bayreuther Modell lädt die Universität Bayreuth insbesondere Unternehmen ein, Zukunftsthemen gemeinsam neu zu denken und in Kooperationen nutzbar zu machen – von der ersten Idee bis zur Umsetzung am Markt.
Das Whitepaper steht ab sofort kostenfrei zum Download zur Verfügung.

David EderInstitut für Entrepreneurship und Innovation – Transfer- und Innovationsmanager
Telefon: 0921 / 55-4726
E-Mail: david.eder@uni-bayreuth.de
Zapf-Gebäude Haus 1, Büro 1.2.19
Nürnberger Straße 38, 95448 Bayreuth

Jennifer OpelStellv. Pressesprecherin Universität Bayreuth
Telefon: 0921 / 55-5893
E-Mail: jennifer.opel@uni-bayreuth.de